Vorwort

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Vorwort (PDF – Stand: 27.12.25)

Die Weltformel
Eine Theorie von Allem

Vorwort: Diese Weltformel ist der erste Versuch, Wissenschaft, Spiritualität und Logik zu einem kohärenten metaphysischen System zu vereinen. Da der Begriff Spiritualität bei vielen Menschen Vorbehalte auslöst, soll hier eine klare Abgrenzung zu verwandten Begriffen vorgenommen werden.

Wikipedia definiert Spiritualität als „die Suche, die Hinwendung, die unmittelbare Anschauung oder das subjektive Erleben einer sinnlich nicht fassbaren und rational nicht erklärbaren transzendenten Wirklichkeit, die der materiellen Welt zugrunde liegt.“

Die hier verwendete Bedeutung von Spiritualität ist jedoch nicht gleichzusetzen mit:
– philosophischem Spiritualismus – der „Interpretation des Wirklichen als geistig“,
– theologischem Spiritualismus – der „Anschauung, die die Erfahrung des göttlichen Geistes in den Vordergrund stellt“, oder gar
– Spiritismus – dem „Glauben an Kontakte mit Geistern von Toten“.

Aus der Website von de-academic.com habe ich folgende passende Definition eines Metaphysischen Systems gefunden: Metaphysische Systementwürfe behandeln in ihren klassischen Formen die zentralen Probleme der theoretischen Philosophie: die Beschreibung der Fundamente, Voraussetzungen, Ursachen oder „ersten Gründe“, der allgemeinsten Strukturen, Gesetzlichkeiten und Prinzipien sowie von Sinn und Zweck der gesamten Wirklichkeit bzw. allen Seins.

Eine Weltformel als metaphysischer Systementwurf sollte eine Chronologie des Seins beinhalten und die zugehörige Theorie von Allem sollte einfach gegliedert, verständlich erläutert und in sich schlüssig sein. Je widerspruchsfreier sämtliche Inhalte der Theorie aufeinander abgestimmt sind, desto näher rückt sie automatisch an die Wahrheit von Logos, die Intelligenz der Milchstraße heran. Dabei wird von folgender schlüssiger Hierarchie des Erkennens ausgegangen:

Wissen → Logik → Wahrheit → Weisheit → Intuition.

Dieses Seinsmodell ist mein Verständnis, mein theoretisches Konstrukt und daher meine persönliche, wahrhafte Überzeugung über das Werden und Sein des Menschen. Kostrukt, weil es sich um eine abstrakte, theoretische Zusammenfügung von Allem handelt. Eine Beweisführung ist nicht möglich. Dieser Blog gibt den Stand meines Wissens und meiner Überzeugungen wieder und wird daher laufend optimiert. Das Ziel hinter den Optimierungen ist eine Ausgewogenheit der Inhalte des Blogs.

Die Weltformel dieses Blogs lautet:

Raum → Urknall → Zeit → Kosmos → Universum → Galaxis → Milchstraße → Sonnensystem → Biosphäre → Leben → Menschheit → Loslösung.

Die Chronologie dieser Weltformel wurde vom ursprünglichen Geist des Raums, der dem Willen zu sein als dynamische Kraft enthält, in Bewegung gesetzt und entwickelte sich bis zur Menschheit determiniert eigenständig nach dem Prinzip des Versuchs und Irrtums weiter. Das bedeutet, dass die Entstehung des Menschen unabhängig vom individuellen Willen erfolgt. Was der einzelne Mensch aus seinem mitgegebenen Ego (Körper + Psyche + Geist + Sozialität) dann macht, ist größtenteils sein freier Wille. Das Endziel dieser Weltformel ist die Loslösung. Eine Loslösung vom Verlangen, das Leid verursacht, die nur durch einen Zustand höchster geistiger Klarheit und innerer Freiheit erreicht werden kann. Sie kann nur individuell durch aktive, geduldige und ambitionierte Anstrengungen erreicht werden.

Dieser Blog ist der Versuch, ein systematisches und vor allem nachvollziehbares Seinsmodell zur Weltformel zu entwerfen, das auf religiöse Personifizierungen stattfindender dynamischer Prozesse verzichtet. Davon ausgehend, dass die Kultur sowie Sitten und damit die Religiosität eines Landes in ihrer spezifischen Landessprache verwurzelt sind, richtet sich diese Weltformel an den deutschsprachigen Raum, da sie auf dessen sprachlich‑kulturellen Grundlagen aufbaut. Da andere Sprachen und damit andere Länder eigene kulturelle und religiöse Fundamente haben, die durch die Ausführungen in diesem Blog weder angesprochen noch infrage gestellt werden möchten bzw. sollen, wird es keine offiziellen Übersetzungen dieses Blogs in anderen Sprachen geben.

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich betont, dass die in diesem Blog veröffentlichten Beiträge in keiner Weise beabsichtigen, jemanden im persönlichen Glauben oder in der persönlichen Überzeugung zu verletzen. Es handelt sich lediglich um eine Darstellung des Seins, die auf jegliche Religiosität verzichtet und in einem persönlich entwickelten Seinsmodell wissenschaftlich-materiell und spirituell-dynamisch erläutert wird.

Die in den deutschsprachigen Ländern historisch verankerten religiösen Einrichtungen des Christentums haben in den vergangenen Jahrzehnten aus unterschiedlichen Gründen moralische wie ethische Vertrauensverluste erlitten. Diese Entwicklungen führten zu einem breiteren gesellschaftlichen Nachdenken über die Rolle von Kirche und Religion und äußerten sich unter anderem in vermehrten Kirchenaustritten. Vor diesem Hintergrund erscheint die Zeit reif für eine nichtreligiöse Weltformel, die ohne personifizierende Deutungen auskommt, systematisch aufgebaut ist und als eigenständiges Seinsmodell verstanden werden kann.

Dieses Seinsmodell verzichtet bewusst auf religiöse Personifizierungen und imaginierte jenseitige Welten. Es geht dabei weder darum, Religionen infrage zu stellen, noch sie zu bewerten. Religionen erfüllen für viele Menschen eine bedeutende orientierungsgebende und wertevermittelnde Funktion und sind als kulturelle Konstanten sämtlicher Gesellschaften zu respektieren. Die hier vorgestellte Weltformel versteht sich daher nicht als Konkurrenz zu religiösen Traditionen, sondern als eigenständiger, nichtreligiöser Zugang zur Beschreibung des Seins.

Für das Seinsmodell dieser Theorie von Allem wurden einige alte bis uralte Überlieferungen früherer Zivilisationen und Kulturen der Menschheit umgewandelt. Umgewandelt, weil hier keine Übersetzungen der Inhalte dieser Überlieferungen vorgenommen werden. Ein wesentliches Kriterium einer Umwandlung ist, dass das zuvor Gewesene eine Veränderung erfährt und dadurch nicht unbedingt im neu Entstandenen erkennbar ist. So ist es auch hier. Umwandlungen bedienen sich und erfordern oft neue Einteilungen und damit Einordnungen, die aufgrund von Änderungen der Perspektive, also der Sichtweise oder des Blickwinkels der entsprechenden und bereits bekannten Inhalte entstehen.

Eigentlich sollte “Die Weltformel“ ein Buch werden mit dem Titel “Die Intelligenz des Seins“. Das Buchprojekt wurde allerdings zugunsten eines Blogs aufgegeben. Das Manuskript war so weit fortgeschritten, dass die Inhalte der einzelnen Kapitel geschrieben waren und die erste Gesamtkorrektur anstand. Die Vorteile eines Blogs gegenüber eines Buches sind immens. Dabei imponieren vor allem die sofortige und kostenlose Verfügbarkeit über das Internet und dass Aktualisierungen jederzeit möglich sind. Ein Buch ist statisch, während ein Blog dynamisch ist. Dazu kommt, dass kein Papier benötigt wird, was bekanntlich die Umwelt schont.

Diese Weltformel ist persönlich entstanden und erhebt keinen Anspruch auf eine allgemeine Gültigkeit. Das bedeutet, dass die Beiträge dieses Blogs selbstverständlich mit persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen geprägt sind. Hier werden subjektiv-selektive Interpretationen und Einordnungen eigener früherer literarischer Studien sowie persönliche Erfahrungen in einem schlüssigen Seinsmodell wiedergegeben.

Ein solches Projekt kann nur aus einem Gemisch des geistigen Eigentums aus Jahrtausenden der menschlichen Geschichte, neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen und eigenen Hypothesen bestehen. Im Rahmen von jahrzehntelangen privaten literarischen Studien kommt wohl jeder Mensch hin und wieder auf persönlich ansprechende und erhellende Ausführungen und Interpretationen über unsere Herkunft und unser Dasein. Selbstverständlich sprachen mich beim Lesen hauptsächlich die Inhalte an, die meine bis dahin vorherrschende Meinung und Überzeugungen ergänzten oder vertieften, manchmal aber auch zerstreuten.

Um den Ausführungen in diesem Blog folgen zu können, bedarf es der Akzeptanz folgender Grundannahmen:

1. Wir leben innerhalb von mehr als nur drei Dimensionen.
2. Es gibt ein weiteres Leben nach unserem Tod, also ein Nachleben & ein Endleben.
3. Das Leben hat einen tieferliegenden Sinn, der individuell erst erkannt werden muss.
4. Nicht direkt wahrnehmbare außersinnliche Kräfte prägen und beeinflussen uns.

Wer diese vier Akzeptanzen von sich weist, wird das hier Geschriebene eher als völlig lächerlich oder gar als absurde Spekulationen abtun. Es geht in diesem Blog nicht darum, jemanden von irgendetwas zu überzeugen. Erfahrungsgemäß ist es so, dass Menschen, die diese vier Akzeptanzen in sich tragen, automatisch sich mit den in diesem Blog erläuterten Themen zumindest nebenher beschäftigen.

Es ist kaum vorstellbar, dass viele Menschen mit dem gesamten Inhalt dieses Seinsmodells übereinstimmen werden. Die Inhalte, die zu sehr von den eigenen Überzeugungen abweichen, sollten zunächst so stehen gelassen werden, auch wenn die eigene Akzeptanz fehlen sollte. Deswegen das gesamte Seinsmodell abzulehnen, ist zwar legitim, könnte jedoch verhindern, dass andere Inhalte neue Einsichten ermöglichen.

Dieser Blog ist frei von direkten Querverweisen, aber dafür reich an wesentlichen Begriffen und Schlagwörtern, die bei genügendem Interesse recherchiert werden können. Der bewusste Verzicht auf Querverweise dient nicht nur dem flüssigeren Lesen und einem besseren Verständnis der hier vorgestellten Inhalte, sondern vor allem der Verhinderung von Missverständnissen sowie Etikettierungen oder vorschnelle Zuordnungen. Nur weil jemand etwas bereits geschrieben hat, bedeutet es noch lange nicht, dass Übereinstimmungen mit anderen schriftlichen Äußerungen und/oder Überzeugungen dieser Person bestehen. Außerdem sollen die bereits bekannten Inhalte in einem neuen Zusammenhang und Kontext eines eigenständigen, systematischen und innerlich visualisierbaren Seinsmodells verstanden und eingeordnet werden.

Verweise zu Webseiten, die weitere Erläuterungen sowie ausführliche Literaturangaben zu den in diesem Blog benutzten Begriffen sind auf der Seite “Josephs Wörterbuch” hinter dem jeweiligen Begriff angegeben. Eigene Definitionen werden dort ohne Bezugsquelle erläutert.

Joseph – Stand: 27.12.25